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Presseberichte zum BOOT

Veröffentlichungen zum BOOT-Projekt, dem BOOT e.V. und unserem Osterbrooklyn-Festival

– Matthias Iken im Hamburger Abendblatt Ausgabe 11. April 2026 S. 9:

(…) Das Nachbarschaftsprojekt Boot Hamburg hat direkt an der Bille einen

Ort für Sport, Kultur und Gastronomie geschaffen. An dem großen

Holzponton werden Leihkanus und SUPs zu Wasser gelassen, an son-

nengelben Tischen genießen Gäste ihren Kaffee oder ein Bierchen, am

Ufer spielt eine Mutter mit ihren Kindern Federball. Zum Chillen laden

Liegen am Sandstrand, sogar eine Sauna und ein Wohnwagen haben auf

dem Boots-Gelände festgemacht, eine kleine Bühne und ein großes

Floß gibt es auch. Die Gastronomie wird aus Containern und Zelten ge-

reicht – mitten in Hamburg fühlt man sich wie auf einem Campingplatz

in der Natur.(…)

Einer der Initiatoren von Boot Hamburg ist Stefan Malzkorn. Er ist 2012

nach Hamm-Süd gezogen und hat sich in den alten Arbeiterstadtteil

verliebt. „Ich habe noch nie so ruhig gewohnt wie hier“, erzählt der 63-

Jährige. Als Erstes hat er sich ein Kanu gekauft, um in die amphibische

Welt des Ostens einzutauchen. Die Bille, die Kanäle und das große Bil-

lebecken sind nicht nur eine faszinierende Wasserlandschaft, sondern

wachsen im besten Wortsinn zum Alster-Bille-Elbe-Grünzug zusam-

men. (…) „Manchmal erinnert mich der Stadtteil an Wilhelmsburg vor

25 Jahren – hier gerät etwas in Bewegung, und wir schaffen eine positive

Identifikation mit dem Stadtteil“, sagt der pensionierte Fotograf.

Nach einer Zwischennutzung des Geländes, die bis Ende 2025 lief, wird

jetzt der Pachtvertrag mit der Stadt um zehn Jahre verlängert.

Geht es nach Malzkorn, würde das Provisorium aus Zelt und Container

eines nicht allzu fernen Tages durch einen festen Bau abgelöst.

Er träumt von einem Café in einem Gewächshaus, wie es sie in den

Vier- und Marschlanden gibt. Den Kanuverleih würde er am liebsten mit

einem festen Bootshaus professionalisieren. Es gibt die Idee, das Bootshaus

der Stadtteilschule Mümmelmannsberg hier an den Billekanal zu versetzen.

Das aber dürfte rund 120.000 Euro kosten. „Dafür bräuchten wir Spen-

den“, sagt Malzkorn.(…)

(…) Der Traum der Vereinsgründer: ein Ponton auf der Bille (natürlich mit dem Namen „BOOT“), mit Café, Bootsverleih und Platz für Kultur. Das Konzept wurde in das Modellvorhaben „Mitte Machen“ aufgenommen, mit dem die Stadt den Hamburger Osten aufwerten will. Inzwischen steht fest, dass der Pontonbau erst einmal nicht klappen wird, aber die Boot-Idee der Anwohner kommt im Bezirksamt Mitte sehr gut an, zumal dem Viertel am Billebogen gravierende Veränderungen bevorstehen: In unmittelbarer Nachbarschaft sollen die „Osterbrookhöfe“ entstehen, das größte Neubauvorhaben des Bezirks mit vielen Sozialwohnungen, das die Bewohnerzahl des Osterbrooks um 40 Prozent erhöhen wird – da kommen engagierte Quartiersbewohner mit guten Einfällen gerade recht.

„Wir sehen uns inzwischen als Schnittstelle zwischen den jetzigen Bewohnern und den Menschen, die in den kommenden Jahren neu hinzukommen werden“, sagt Malzkorn, der in dem Projekt auch eine „Wiederbelebung eines traumatisierten Stadtteils“ sieht: Im Krieg fegte der Feuersturm durch Hamm, was nicht nur den Überlebenden für immer im Gedächtnis blieb.

Tatsächlich soll nun eine alternative Lösung für das „Boot“ kommen: „Wir könnten Teil eines Wassersportzentrums an einem der Billekanäle werden“, fasst Malzkorn die Überlegungen zusammen, die Verein und Bezirk gemeinsam anstellen. Schon im nächsten Jahr könnte die Fläche versuchsweise genutzt werden. Dann, so die Hoffnung, wird der kleine Stadtteil den „Ankerplatz“ am Wasser bekommen, den er verdient hat.

Stephanie Lamprecht, Hamburger Morgenpost Ausgabe 27. Mai 2020 S. 28/29

Hamburger Wochenblatt Ausgabe Hamm Horn Borgfelde 21. Mai 2022 S. 2:

(…) Die Idee des Vereins ist es das Billebecken attraktiver und nutzbarer zu machen. Nach einer Sanierung des Löschplatzes hat sich bereits einiges getan und mit dem zusätzlichen Programm ist dieser vergessene Fleck im Quartier zu einer wahren Kulturstätte und einem tollen Treffpunkt geworden.

Karen Grell, Hamburger Wochenblatt am 21.05.2022

– Das BOOT-Projekt und das OSTERBROOKLYN-Festival in der Presse 2017 – 2019: