PRESSEMITTEILUNGEN

Pressemitteilung

„BOOT HAMBURG“ BEWIRBT SICH FÜR „MITTE MACHEN“
Schwimmendes Begegnungszentrum in Hamm Süd geplant

Hamburg, 04. Mai 2020

Die Nachbarschaftsinitiative „BOOT Hamburg“ hat sich beim Bezirk Hamburg Mitte für eine Aufnahme in das Modellvorhaben „Mitte Machen“ zur Städtebauförderung für den Hamburger Osten beworben. Seit 2017 organisiert das BOOT-Team ehrenamtlich einen mobilen Cafébetrieb mit Bootsverleih, Rasenkonzerte sowie das jährliche Osterbrooklyn-Festival in Hamm Süd. Mit einem schwimmenden Begegnungsort für Sport, Kultur und Gastronomie im Billebecken will die Initiative den Stadtteil weiter beleben. Eine Entscheidung wird Ende Sommer 2020 erwartet.

Rund 15 Fahrradminuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt im Stadtteil Hamm mit dem kleinen Wohnquartier Osterbrook. Bisher mangelt es im hier an sozialer Infrastruktur und Nahversorgung. Der Süden Hamms bildet daher einen Schwerpunkt der Hamburger Stadtentwicklung. Mit Programmen wie „Aktive Stadtteilentwicklung 2005−2008“, „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)“ und „Stromaufwärts an Bille und Elbe“ wird systematisch unter anderem eine Modernisierung des Wohnbestandes und eine Verbesserung der Wohnqualität angestrebt.

Die Initiatoren des „BOOT Hamburg“ wollen die Potenziale im Viertel zusammenführen:

In der direkten Nachbarschaft findet sich das Billebecken, bisher vorrangig ein Kreuzungspunkt gewerblich genutzter Kanäle. Hier soll perspektivisch für das „BOOT Hamburg“ ein schwimmendes Begegnungszentrum mit Café-Betrieb und angeschlossenen sportlichen und kulturellen Angeboten entstehen. „Wir haben das Glück, direkt am Wasser zu wohnen und das zentrumsnah, richtig genutzt wird das aber nicht. Dabei wünschen sich viele hier mehr soziale Infrastruktur“ meint Marc Lüdtke, der seit 2015 in Hamm Süd lebt und sich bei „BOOT Hamburg“ engagiert.

Der „Löschplatz“ als öffentliche Grünfläche am Hammer Deich bietet für das „BOOT Hamburg“ einen idealen Ort: Er liegt am Rande des Wohngebiets, direkt am Wasser und kann zudem für größere Veranstaltungen genutzt werden. Ein oder mehrere Pontons sollen als Bootsanlegestelle und Wasserzugang für Badelustige und Wassersportinteressierte gebaut werden. Sie bieten Platz für den Gastronomiebetrieb und die Durchführung kultureller Veranstaltungen. „Durch unser bisheriges Engagement wissen wir, dass unsere Nachbarschaft Lust auf Begegnung hat. Wir sehen Kajaks und Stand-Up-Boards auf der Bille, Bands und Kreative nutzen die angrenzenden Gewerbebauten als Proberäume und Werkstätten“, so Lüdtke.

Für die Umsetzung des Entwurfs ist eine Investition von 2 Millionen Euro geplant. Eine Aufnahme in das Modellvorhaben „Mitte machen“ würde einen großen Teil der erwarteten Kosten decken. „Unser Konzept passt generell sehr gut zu den Anforderungen von ‚Mitte machen‘, für die Bewerbung haben wir uns dann Unterstützung durch befreundete Planer und Architekten geholt.“, erklärt BOOT-Mitglied Henriette Bunde. „Wir sehen unsere Stärke vor allem darin, mit unserer lokalen Expertise und Initiative aus dem Stadtteil einen Beitrag zur Quartiersentwicklung beitragen zu können“.

„Mitte machen“ ist Teil eines bundesweiten Modellvorhabens zur Städtebauförderung, für das insgesamt sechs Kommunen in Deutschland ausgewählt und 200 Mio. Euro zur Verfügung gestellt wurden. Bis 2026 sind Projekte in den Stadtteilen Billbrook, Billstedt, Borgfelde, Hamm, Hammerbrook, Horn und Rothenburgsort geplant. In den Quartieren sollen Begegnungsorte mit sportlichen und sozialen Angeboten für die Bewohnerinnern und Bewohner mit Beispielcharakter entstehen. Projektideen konnten bis Mitte März 2020 beim Bezirksamt eingereicht werden.

Die ehrenamtliche Nachbarschaftsinitiative „BOOT Hamburg“ – seit 2018 eine eigentrage Marke − organisiert seit 2017 jährlich im September das „Osterbrooklyn-Festival“ mit rund 750 Gästen in Hamm Süd. In den Sommermonaten stellt das BOOT-Team in einem Wohnwagen ein mobiles Nachbarschafts-Café bereit und lädt zu „Rasenkonzerten“ lokaler Bands ein: Alles Schritte auf dem Weg zum Kultur-, Sport- und Cafébetrieb auf dem Wasser. Das BOOT-Team arbeitet eng mit Hamburger Behörden und dem Bezirksamt Mitte zusammen, einzelne Projekte der Initiative werden gefördert aus Quartiers- und Bezirksmitteln. Eine Vereinsgründung ist aktuell in Vorbereitung.

Pressekontakt:

Henriette Bunde

Henriette.bunde@boot-in-hamburg.de

Tel: 0176-64016442

Bildanfragen:

Stefan Malzkorn

Stefan.malzkorn@boot-in-hamburg.de

Sie finden das PDF der PRESSEMITTEILUNG vom 04.05.2020 hier.